Freitag, 25. Dezember 2009

Frohes Fest!

Gedichte kommen immer weniger, ich scheine wohl eine unfreiwillige Pause zu machen... Tja, es kann nur besser werden. :-D

Jedenfalls bin ich seit vorgestern nun in der Schweiz zum Skifahren. Wenn man von der hier gesprochenen Sprache - angeblich Deutsch - mal absieht, gefällt mir hier alles. Aber um etwas zu verstehen, müsste ich mir wohl ein Vokabelheft anlegen und mindestens ein Jahr hierbleiben. Ich versteh ja nicht einmal, wie die hier "Guten Tag" sagen.

Und hier hatte ich auch das Vergügen der weißen Weihnacht. Schön kalt ist es...
Und denn nun auch gestern der Heilige Abend war, wünsche ich Euch allen noch ganz herzlich Frohe Restweihnachten!
Genießt diese Tage! :-)

Liebe Grüße an Euch alle, vor allem an die, die zum ersten Mal hier reinschauen und selbstverständlich an die treuen Leser - ihr seid echt unglaublich wichtig -

Euer Levin

Samstag, 12. Dezember 2009

Wasserschwere

Blumengleich
lastet Regen schwer auf mir.

Wassertropfen rinnen
meine Wangen hinab,
haben feste Pfade ergründet.

Und auch Blütenwesen
lassen ihre Köpfe hängen,
so wie nun ich.

Doch auch gedemütigte Pflanzenseelen
kommen immer wieder –
mit stolz erhobenem Haupt.

Dienstag, 24. November 2009

Gerechtigkeit?

Gerechtigkeit?

Es kann nur
Regen regnen.

Und doch kann man nicht
Wein weinen…

Montag, 9. November 2009

Schweinegrippe oder doch lieber Mäusepest?

Einige wenige würden in meinem derzeitigen Zustand zum Arzt rennen. Einige sehr wenige aus dieser ohnehin schon kleinen Gruppe würden Panik schieben, und das wegen dem Wort, das die Schlagzeilen der neuen Zeit beherrscht. Schweinegrippe.
Tja, da ich aber ich bin, bleib ich lieber mal Zuhause, leg mich ins Bett und feier krank. Aber ich frag mich trotzdem immernoch, ob es nicht doch besser gewesen wär, zum Arzt zu gehen. Der hätte mir dann möglicherweise gesagt, dass ich vielleicht - ja, vielleicht - die Schweinegrippe hätte, mich für zwei Wochen beurlaubt, nur um dann festzustellen, dass es doch nur eine einfache Erkältung war. Oder man hätte mich einfach mit einem undeutbaren Kopfschütteln wieder nach Hause geschickt. Vielleicht hat man aber auch die bisher noch unbekannte Krankheit "Mäsuepest". Die hab ich zwar grade nur erfunden, aber wer weiß, vielleicht gibt's die nächstes Jahr ja schon, nach der Vogel- und Schweinegrippe.

Wie dem auch sei, ich lieg den halben Tag im Bett, den Rest steh ich mal auf um was zu essen, oder andere lebenswichtige Dinge zu verrichten. Meine Kreativität leidet, min Kopf wird demnächst von mir selbst umgebracht. :-D
Sonntag gabs also keinen neuen Text, heute nur diese "fast-komische" Kritik an mir selber, und Mittwoch... Na, mal sehen.

Ach ja, bevor ich's vergesse... Jubiläum! Den hundertsten Besucher selber hab ich verpasst, aber denn 101. nicht. :-) So viele Leserlein... Danke! Und auf weitere hundert!

Man liest sich!

Mittwoch, 4. November 2009

Klangvoll

Klangvoll

Warum nur
sagen die Lieder
der Scheinstummen
immer am meisten aus?


Weil man Lebenstöne
nicht in Worte packt.

Sonntag, 1. November 2009

Meinungsfreiheit

Schweigender Schall
schreit nach uns,
versucht krampfhaft
uns zu erreichen.

Die stille Warnung
verhallt nun leise,
es meldet sich nur
unser Anrufbeantworter.

Doch auch schrille Pfiffe
schweigen uns an,
sie geben auf
vor der inneren Mauer.

Wir lassen die Tore
einfach mal geschlossen,
der Rest dieser Welt
kennt den Trotzwall nicht!

Sonntag, 25. Oktober 2009

Gott, du Teufel!

Hammerschläge traktieren
mein Trommelfell von innen.
Mein Hirn, es schmiedet
seine wohlgeplante Rache.

Dieser Mensch verdient
mehr als nur den Tod
doch der liebe Vater Gott
bedient der Schmiede Blasebalg!

Er schürt die Rache,
und formt sie dann.
Betäubt mich mit Klang,
lässt mich Wut ausschwitzen.

Du hilfst den Armen,
du hilfst nur ihr!
Doch ich bin hier Opfer,
du gottverdammter Teufel!

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Waldleben

Rauschend
branden Windwellen
an Baumklippen.

Sanft
wiegen Blattwesen
sich in der Flut.

Fließend
umspielt die Natur
mein Lächeln.

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Herbstmorde

Tropfensuizid -
jeder springt
von tausend Metern.

Goldenes Fallen
umgibt mich ständig,
überall muss ich
Blattsterben mit ansehen.

Ein Rabe
verkündet trotzig sein Lied,
unterbrochen nur
von Gedankenschüssen.

Blutrotes Tropfen
erinnert an Tod,
nur der Schwarzvogel
lächelt wissend.

Sonntag, 11. Oktober 2009

Zeitdruck

Zeitdruck


Federn kritzeln
komische Zeichen
auf ein leeres Blatt,
in deinen Geist.
Zerfressen dich dann
von innen heraus
mit Anekdoten.

Zeitdruck steigt,
dein Blutdruck auch.
Buchstaben springen
von Blättern herunter,
greifen dich an
und fressen dich auf,
du Leckerbissen!

Standhaft schreibst du weiter,
bis in die Unendlichkeit,
bis ins Nirgendwo
deiner Seele.
Kerzenflammen flackern,
Zeit verrinnt, die Uhr,
sie tickt.

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Unfair!

Unfair!


Ein Kinnhaken
gegen mein Herz.
Keine Reaktion von mir,
nur das Koma.

Die Deckung sinkt,
durch den Tiefschlag.
Du nutzt die Lücke,
ein Kopftreffer.

Mein Hirn explodiert,
ein Gedankenregen.
Tropfen fallen
voller Fragen!

Sonntag, 4. Oktober 2009

Inneres Feuer

Inneres Feuer


Mein gedachter Feuerstein
funktioniert nicht mehr,
es fehlt der Wind,
mein funkensprühendes Gehirn.

Drum puste ich
mal einfach kräftig,
und tatsächlich,
da ist glühende Wut.

Dünne schwache Gedanken
lege ich darauf,
es soll sich entzünden,
damit ich brenne.

Mittwoch, 30. September 2009

Das große Ganze

Das große Ganze


Ein einziger Tropfen
lässt Bäume wachsen.
Ein einziger nur
macht Ganzes vollkommen.

Ein Perfektionist
unter Ignoranten.
Ein Meer der Worte
für Taubstumme.

Seltsamer Glanz
erfüllt die Welt
kurz bevor du
in Ewigkeit versickertest.

Gegangen für immer,
geboren für nichts.
Doch gelehrt hast du uns
die Moral der Geschicht'.

Sonntag, 27. September 2009

gezeichnet

gezeichnet


Bleistiftgrau
wirkt die Welt,
doch es gibt
keinen Radiergummi.
In dieser schwarz-weißen
Hölle
gibt es nichtmal
Deckweiß.

Donnerstag, 24. September 2009

Welch Weitsicht

Welch Weitsicht


Im Kopf der Blinden
ist ein Fenster,
wo zeigt es hin?
Ich will es euch sagen:

Dieses Fenster zeigt
hinaus in die Welt,
doch das grelle Licht
verblendet den Menschen.

Es beschönigt die Dinge,
das wissen die Blinden,
drum lassen sie
die Rollos gleich unten.

Welch Weitsicht.



- gewidmet all denen, die mit Lasten zu kämpfen haben. -

Sonntag, 20. September 2009

Sinnesmusik

Sinnesmusik


Ich atme Bässe,
Töne stehlen mir
den Verstand.

Melodien rauben
mir die Sicht.
Takte schmecken
süßlich, gut.

Alles hüllt mich ein
in warme Decken
der Musik,
ich schließe die Augen
und träume rhythmisch.

Mittwoch, 16. September 2009

Gepflanzte Neugier

Gepflanzte Neugier


Die Welt blüht auf,
Blumen schauen mich an.
Ihre roten und blauen Augen
fragen neugierig drauflos.

Ich gehe weiter,
doch Windstimmen raten
noch zu verweilen.

Noch einmal schaue
ich dann hinab,
und blicke auf Blattwesen
voll blassgrüner Hoffnung.

Dienstag, 8. September 2009

Schneeflockentänze

Hügelland
mit schroffen Gipfeln,
Tierwanderungen.

Weißgefleckt
steht die Wiese
voller Schafe da.

Wollpunkte
auf Mooskissen,
graskauend.

Tausendfaches
ruhiges Wogen
im Takt der Natur.

Sonntag, 6. September 2009

Lüge

Honigsüß
rinnt das Wort
aus deinem Mund.

Es tropft am Ende
platscht einmal auf,
verrinnt schließlich.

Versickerte es dann,
wäre es schon vergessen.
Dann wüssten alle
die Wahrheit.