Mittwoch, 29. Juni 2011

Stimmbruch

Im Klangkasten meiner Welt
sirren Töne wie Pfeile,
klingen Saiten wie Schreie,
ist Schmerz doch nur Seufzen.

Im Leid meiner Melodie
steht das Leuchten andrer Augen,
singt das Pech des Glücklichen,
tanzt die Liebe.

In der Gnade meiner Kunst
fliehen Tränen vor dem Lachen,
spielt die Freude nun mit Hass,
wird von Regen niemand nass.

Kommentare:

  1. Der Fluch der letzten Zeile
    Schlägt zurück auf andre Teile,
    Hebt der Jambus erst das Bein,
    Kann der Text schnell Slapstick sein;-).
    Isser aber nich, denn das wolltest Du doch sagen, oder?
    Starke, schöne Bilder.

    DANKE!

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  2. ...so wunderbar, sich deiner poesie hinzugeben... und sich hinein fallen zu lassen... dann wird alles gut....

    so positiv im traurigen. eine schöne sehweise...

    danke
    gabriele

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